Villa Jauss

 Kunsthaus Villa Jauss / Oberstdorf
<  2014 Willy Jaeckel. Der Visionär im Allgäu  >

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W.Jaeckel Foto:Hiddensee-Kultur Willy Jaeckel. Der Visionär im Allgäu (von 1919 -1924)
Vernissage Sa 29.3/19h 
Ausstellung
und Rahmenprogramm 30.3. bis 25.5.14

in Zusammenarbeit mit der <i> Kulturgemeinschaft Oberallgäu e.V.
Öffnungszeiten Di - So (sowie Ostermontag) von 14 – 17h
KVJ W.Jaeckel





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Lage
>i

 2014   Willy Jaeckel - Der Visionär im Allgäu 

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KVJ W.Jaeckel

Kunsthaus Villa Jauss Oberstdorf
Willy Jaeckel. Der Visionär im Allgäu    Ausstellung  30.3. bis 25.5.14
 Begleitprogramm zur Ausstellung

 
 So 25.05.14/14-17h
 
Finissage
Ausstellungsausklang Gespräche und Führungen mit
Marianne Nienaber Großnichte von Willy Jaeckel und großzügige Leihgeberin
Wilhelm Geierstanger 1.Vorsitzender der Initiative Villa Jauss e.V.
Wilfried Köhne Kulturbeirat Sonthofen
14h + 16h kostenlose Führungen; 15h Ausklang und Resümee der Ausstellung
 Fotos: Nienaber
KVJ W.Jaeckel Fotos:Nienaber
KVJ-W.Jaeckel/Goethe Fotos:W.Köhne Sa 24.05.14/19h Vortrag Willy Jaeckels Illustrationen zu Goethes Faust I und II  >info
von Wilhelm Geierstanger - Vergleich zu Goethe-Illustrationen anderer Künstler
Jaeckels Faust-Illustrationen wurden 1925 im Berliner Erich Reiß Verlag mit der Hand gedruckt, in einer einmaligen Auflage von 150 Exemplaren. Durch Zufall konnte die Initiative Villa Jauss e.V. die 26 Kaltnadelradierungen mit der Nr.141 kurz vor Ausstellungseröffnung erwerben.

Der Vortrag stellt die eindringlich expressive Sichtweise der Jaeckel-Radierungen einigen traditionellen Illustrationen gegenüber. Gezeigt werden die sich eng an den Text anlehnenden Umrisszeichnungen von Moritz Retsch, dann die etwas opulenteren Bilder des Nazareners Peter Cornelius und als Höhepunkt der Goethezeit die malerischen Lithographien von Eugene Delacroix. Barlachs in Holz geschnittene Figuren dagegen heben sich zeichenhaft ab von Slevogts ausufernden Textumrandungen, die sich Seite für Seite genau auf die einzelnen Ereignisse der Fausttragödie beziehen. Jaeckels eigenwillige Bildauswahl hält sich nur teilweise an die traditionelle Bildfolge, er konzentriert sich auf Faust und Gretchen und arbeitet die psychologischen Situationen seiner Akteure heraus.
KVJ Jaeckel-Faust
 Fotos:Wilfried Köhne
KVJ W.Jaeckel
 Do 08.05.14/19h
 
Vortrag
Vortrag von <i> W.Gunther le Maire
Willy Jaeckel – vom schonungslosen Expressionismus zum zärtlichen Realismus
"Der Visionär im Allgäu" Vortrag soll Mal- u. Denkweise des Künstlers näher bringen, KB 7.5.
>P
Werk Jaeckel Foto:KB 7.5.14
 Mi 30.04.14/20h
 Konzert
Konzert >info Lydia Schiller Quartett lydisch#4 Jazz mit Lydia Schiller und Tiny Schmauch
Für ihre persönliche Interpretation von Jazz-Standards, aber auch Latin-Jazz und Songs aus dem Pop und Rhythm´n´Blues hat die Kemptner Jazz-Sängerin Lydia Schiller eine Formation mit viel Jazz-Erfahrung und sprühender Kreativität um sich geschart :
Lothar Ringmayr (Diessen, Saxophon), Peter Decker (Obergünzburg, Gitarre),
Tiny Schmauch (Kontrabass) und ihrem Vater Thomas Schiller (Percussion)
KVJ Lydisch4
 Mi 23.04.14/19h
 F
ührung
Führung >info  Brigitte Hafer führt durch die Ausstellung
Willy Jaeckel – seine Vision einer neuen Welt
In Gunzesried
befasste Jäckel sich mit esoterischen und okkulten Lehren und dem Grenzbereich des irdischen Daseins. Künstlerin Brigitte Hafer lädt ein, sich für das Werk Jaeckels zu begeistern und sich seinem zunächst fremd anmutenden Weg der Gunzesrieder Jahre zu nähern, ihn besser kennenzulernen und vielleicht sogar zu verstehen
KVJ B.Hafer
KVJ W.Jaeckel Vortrag >info Pfarrerin Daniela Ditz-Sievers  15.05.14/20h
beschäftigt sich vor den Originalen im Dachgeschoss mit Willy Jaeckels graphischem Bibelzyklus Die Offenbarung des Johannes, der 1922 in Gunzesried entstand, erläutert den nicht leicht verständlichen Bibeltext und geht auf die vom Künstler ausgewählten Bildsymbole ein.
KVJ W.Jaeckel
IvJ  G.le Maire, Foto:I.FischerIVJ Sa 12.04.14/19h  Vortrag >info Willy Jaeckel, Leben und Werk in Kapiteln
von <i> W.Gunther le Maire und Lieder der 1920er Jahre mit Michael Hanel (Gesang) und Sebastian König (Klavier)    
Foto links : Irmela Fischer, Initiative Villa Jauss
"Der Malerfürst und seine Zeit" AAnz 25.4.14  |
"Ein Bild der 20er", Kreisbote 9.4.14 >P
Foto:M.Hanel
KVJ, Jazz-Affair, Foto:IVJ Fr 04.04.14/19h Hommage an Willy Jaeckel - Jazz aus seiner Zeit >info
Konzert
New-Orleans-Jazz   mit Dr. Wim Mauthes Jazz Affair
"Zwischen Erotik und Elegie, Glück und Gram" wunderbare musikalische Affaire, AAnz 11.4.14 
Foto links : Initiative Villa Jauss
Foto:Wim Mauthe
 

einige Fotos der Vernissage, der Vorabenderöffnung und aus der Ausstellung

 

 Vernissage
 
Sa 29.3./19h

KVJ Willy Jaeckel KVJ Willy Jaeckel KVJ W.Jaeckel


KVJ W.Jaeckel
KVJ W.Jaeckel
KVJ W.Jaeckel Kunstausstellung >i Willy Jaeckel. Der Visionär im Allgäu (1919 -1924)  >info1  >info2
Vernissage
Sa 29.3./19h (geladene Gäste)  Musik Valentin Metzger
rechts oben: Begrüßung Angelika Blüml, 2. Vorsitzende/Initiative Villa Jauss
links oben: Thomas Gehring MdL über Gunzesried damals und Jaeckels Haus
rechts: Marianne Nienaber, Großnichte von Willy Jaeckel über Willy Jaeckel
links unten: Daniela Ditz-Sievers, Pfarrerin,  Erklärung der Offenbarung des Johannes
KVJ W.Jaeckel KVJ W.Jaeckel KVJ W.Jaeckel KVJ W.Jaeckel KVJ W.Jaeckel

 Fr 28.3./19h

Vorabenderöffnung

oben :einige ausgestellte Werke sind verkäuflich  
KVJ W.Jaeckel Fr 28.3./19h Vorabenderöffnung für Mitglieder und Freunde des Kunsthauses Villa Jauss
 li: Begrüßung Irmela Fischer/Initiative Villa Jauss  re: Grußwort Bürgermeister Laurent Mies
u. Mitte: Einführung Marianne Nienaber, Großnichte von Willy Jaeckel u. W.Gunther le Maire
Musik Valentin Metzger
KVJ W.Jaeckel
KVJ W.Jaeckel KVJ W.Jaeckel KVJ W.Jaeckel KVJ W.Jaeckel KVJ W.Jaeckel KVJ W.Jaeckel
KVJ W.Jaeckel Willy Jaeckel, einer der bedeutenden deutschen Expressionisten und Porträtisten im Allgäu?
Er wohnte tatsächlich von 1919 bis 1923 mit Frau, Sohn, Schwester und Schwager in Gunzesried unter der Kirche. Erschüttert von den Fronterlebnissen und bedrückt von der Desorientierung des Nachkriegs-Berlin, suchte er visionär einen befreienden Weg zu neuem Glauben und neuer Menschlichkeit. Jaeckel suchte Ruhe. Mehr als 500 Radierungen, Zeichnungen und Lithographien entstanden hier. Jaeckels Jahre im Allgäu waren völlig vergessen, bis der Oberallgäuer Landtagsabgeordnete Thomas Gehring den Hinweis gab, dass in seinem Elternhaus Willy Jaeckel vier Jahre lang an seinem großen Grafikzyklus arbeitete, den dieser damals als sein Hauptwerk betrachtete.
Die Ausstellung zeigt mit 122 Arbeiten einen großen Teil des Nachlasses von Hiddensee, mit Schwerpunkt der in Gunzesried entstandenen Arbeiten. Willy Jaeckel später über die Zeit im Allgäu: "Das Licht schien wieder..."
KVJ W.Jaeckel
           
Werk Jaeckel Foto:IVJ

 Was Sie sich in dieser
 Ausstellung unbedingt
 ansehen sollten:

Den aufwühlenden 10-teiligen Zyklus Memento (Leihgabe Bröhan-Museum Berlin);
Die Porträts Dame in Gelb; Die Aktzeichnungen; Luise Ullrich als Jungfrau von Orleans; Radierung Porträt Leni Riefenstahl; Die Schauspielerin Käthe Miketta;
Die Radierungen Sebastian, Die Gekreuzigten (u.a.)
Den Zyklus Die Offenbarung Johannes; Die Illustrationen zu Faust I und II;
Das Bild der Berge bei Oberstdorf Gebirgslandschaft mit 2 Seen

Werk Jaeckel Foto:IVJ
           
KVJ-W.Jaeckel

KVJ W.Jaeckel

KVJ W.Jaeckel

KVJ W.Jaeckel
1912 fiel Jaeckel mit einer großformatigen Arbeit 'Kampf' auf – nackte, aufeinander einschlagende Muskelmenschen, bei der Breslauer Jahrhundertausstellung 1913 mit hervorragenden Porträts und einem großformatigen 'Liebespaar', der Durchbruch mit erster Ausstellung in Berlin bei Gurlitt. Gerade heute werden in mehreren Museen wieder seine 1914/1915 entstandenen 10 drastische Lithografien Memento mit Motiven wie 'Platzende Granate', 'Tote Mutter und kleines Kind', 'Gefallener im Stacheldraht', 'irrender Verwundeter', 'Vergewaltigung', 'Pieta', 'Erschießung' gezeigt, weil es die ersten - und schnell verbotenen – Antikriegs-Darstellungen waren. 1915 wird Jaeckel Mitglied der Berliner Sezession, wird als Kartenzeichner in Russland eingesetzt, erhält aber 1916 Sonderurlaub, um 4 x 'heile Welt' auf die Wände des Speisesaales der Keksfabrik Bahlsen, Hannover zu malen, die im 2. Weltkrieg zerstört wurden. Das Buch Hiob entsteht 1917 in Russland. 1919, als er gerade zum Mitglied der Preußischen Akademie der Bildenden Künste berufen worden war, flüchtet er sich aus dem chaotischen Berlin nach Gunzesried. Jaeckel war überzeugt, nur die Kunst könne gegen den übersteigerten Individualismus, gegen Egoismus und Oberflächlichkeit ein neues spirituelles Leitbild stiften. Er meinte, eine reformatorische Aufgabe wie Luther zu haben und arbeitete wie ein Berserker am Thema Menschgott – Gott – Gottmensch. Er schuf dazu 200 Kaltnadelradierungen, eine Spiritualität aus: Bibel, asiatischen Religionen, Theosophie und Anthroposophie. Seinem Sohn Peter (später Direktor des Armeemuseums Ingolstadt) sagte er: "Jungchen, wenn ich einmal abkratze, kann alles verloren gehen, aber das muss übrig bleiben."
In Gunzesried entstanden 133 weitere Grafiken - Illustrationen zu Goethes Faust, zu Dante, Walt Whitmann, Richard Dehmel und dem Hohen Lied. Außerdem malte er Berge und Wälder und porträtierte z.B. Leni Riefenstahl, die ihn im Allgäu besuchte. In den 20er Jahren wandelte er seinen expressionistischen Stil zu einem einfühlsamen Realismus und wurde ein gefeierter Porträtmaler der Gesellschaft. Er malte Luise Ulrich, Tilla Durieux und Paula Wessely und wurde zum Protagonisten des Malers eines neuen modernen Frauentyps. Seine Freunde waren u.a. Alexander Kanoldt, Max Pechstein, Carl Hofer, Otto Gebühr, Heinrich George und Gerhart Hauptmann.
Mit der Machtübernahme der Nazis wurde er aus der Akademie 'entfernt', aber nach Studentenprotesten wieder eingestellt und blieb, obwohl 1937 Arbeiten von ihm als 'entartet' gebrandmarkt wurden und trotz starken Druckes bis 1943 Professor der Akademie.
Als er 1944 in Berlin sein Atelier ausräumte, wurde er bei einem Bombenangriff getötet. Viele Arbeiten verbrannten im Atelier. Im Kunsthaus zu sehen ein Teil seines Nachlasses aus Hiddensee, zur Verfügung gestellt von Marianne Nienaber, einer Nichte des Sohnes Peter, darunter einige der besten Werke und erstmals gezeigte Zeichnungen.
KVJ-W.Jaeckel


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KVJ W.Jaeckel
Kurzvita Willy Jaeckel (1888 - 1944)      
W.Jaeckel Foto:Hiddensee-Kultur  02.10.1888
 >vita
geboren in Breslau als Sohn eines Beamten
Lehre bei einem Malermeister, dann beim Forst
KVJ W.Jaeckel
 1906 -1908
 1910 - 1911
Kunstakademie in Breslau
Akademie in Dresden bei Otto Gußmann
 1913
 1914
 1915
 1919
Heirat mit der akademischen Möbeldesignerin Charlotte Sommer
Sohn Peter wird geboren und später in Gunzesried eingeschult
Mitglied der Berliner Secession
Mitglied der Preußischen Akademie der Künste
 1919 - 1923 lebt und arbeitet in Gunzesried im Allgäu
 1924
 1925 - 1943
 1943
 30.01.1944
nach Aufenthalt in Ragusa und der Trennung von seiner Frau zurück nach Berlin
Professor an der Akademie Berlin
brennt sein Atelier in der Akademie aus, er zieht sich nach Hiddensee zurück
bei Auflösung des privaten Ateliers in Berlin verschüttet im Luftschutzkeller
beigesetzt auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf - Ehrengrab/Land Berlin
 1928 Georg-Schicht-Preis der Kosmetik-Firma Elida (schönstes Frauengemälde Deutschlands)
PresseInfo zur Ausstellung | weitere Info auch unter www.villa-jauss.de  

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Werk W.Jaeckel Foto:Kreisbote 9.4.14
  "Ein Bild der 20er" Vortrag über Willy Jaeckel Musik - Michael Hanel 12.4/19h,  KB 9.4.14 >P
Werk W.Jaeckel Foto:Kreisbote 26.3.14 Ausstellungseröffnung "Ein Humanist und Visionär" Mit bewegenden Worten würdigt Nach-
lassverwalterin Marianne Nienaber Leben u.Werk des Berliner Malers Willy Jaeckel AA 3.4
 
"Das Paar zwischen Nacht und Tag" nach den Schrecken des Ersten Weltkriegs schafft Willy Jaeckel im Oberallgäu hoffnungsvolle Visionen. Schau erinnert an Berliner Künstler AA 29.3.
"Kunst in der
Villa Jauss" Ausstellung Willy Jaeckel. Der Visionär im Allgäu KB 26.3.14 


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